Aktuelles

Wir haben noch Ernteanteile zu vergeben! Bei Interesse und Fragen, könnt ihr euch gerne bei uns melden. Hofführungen sind auch jederzeit nach Absprache möglich.

 

Termine

16. September:
Hofführung in Volzendorf für Mitglieder und Interessierte!

 

Garten-Bericht KW 31

Hallo liebe Solawistas,

uns macht die Hitze zu schaffen. Es ist viel zu heiß um klare Gedanken zu fassen und der Feldarbeit nachzugehen oder die Kulturen im Folientunnel zu pflegen. Wir hoffen, dass die Hundstage vielleicht doch vor Ende August ein Ende nehmen. Hitze und Trockenheit und versalzenes Beregnungswasser drücken treiben unsere Gedanken vor sich her und so beschäftigen sie sich viel damit, wie wir nachhaltig mit dem verfügbaren Wasser im Jahreslauf und auf unseren Flächen umgehen können.

Bullenfleisch zu verkaufen
Frank Gräßle, der Milch, Joghurt und Käse in Lüchow im Abholraum anbietet, muss einen Bullen schlachten und möchte Fleischpakete an uns verkaufen, Weiter unten die ausführlichen Infos!

(1) Wir hatten die Befürchtung, dass die Mulchdecken auch zu Stickstoffsperren geführt haben (durch die Benutzung von nicht ganz jungem Material). Mittlerweile können wir das eher ausschließen. Wahrscheinlicher ist, dass es am Beregnungswasser liegt (siehe 2). Oder an den Attacken von Wühlmäusen. Also falls ihr Maulwürfe bei euch habt, die euch lästig werden, wir nehmen sie gerne auf. Sie plündern Wühlmausnester und laben sich an deren Nachwuchs.

(2) Die Bewässerung Am Dorf lief in der Nacht von Sonntag auf Montag. Wir bewässern hier mit fossilem Wasser (das heißt es ist sehr alt) aus 100 m Tiefe. Aufgrund der starken Trockenheit und damit einem enormen Beregnungszwang, ist in das Wasser Salz eingeschossen. Dies wird wahrscheinlich auch ein Grund für die Wuchsdepressionen bei den Gurkengewächsen sein, die auf Salze sensibler reagieren als z.B. Kartoffeln oder Kohl. Was daraus jetzt genau folgt, werden wir noch sehen. Aber eine schnelle Recherche in deutschsprachiger Natur blieb bis jetzt noch ergebnislos – wohl kein häufig auftretendes Problem auf
deutschem Territorium.

Ernte
Der erste Satz Möhren ist abgeerntet. Im Laufe der vierwöchigen Ernte haben sie nochmal ordentlich zugelegt und sind mittlerweile normal groß geworden. Kopf-Salat gibt es nur wenig (1 Kopf pro Anteil), dafür gibt es Rucola und ein wenig Gemüseampfer, so dass es insgesamt doch ganz ordentlich Salat gibt. Der dritte Satz Brokkoli und Blumenkohl macht schöne Köpfe. In den frühen Kartoffeln haben wir letzte Woche das letzte Mal Liliana geerntet und sind heute zu Glorietta gewechselt. Eine frühe Sorte, die wir das erste Mal anbauen. Die Tomaten stehen im Vollertrag und demnach gibt es auch für jeden vollen Anteil ca. 2 kg. Es gibt normal runde Salattomaten: Tica und Matina, Zuckertraube als Cocktail-Tomate, Fleischtomaten: Berner Rose und Ochsenherz Orange und als besondere Delikatess-Tomate Ruthje.

Freiland
Der Trecker hat ohne viel Aufwand TÜV für die nächsten zwei Jahre. Die Kartoffeln brechen unter der Krautfäule zusammen. Extrem spät. Die gemulchten Kartoffeln machen aber immer noch den besten Eindruck. Eigentlich stehen Freiland-Aussaaten von Spinat und Feldsalat an. Allerdings sind das beides Kulturen, die eher etwas kühlere Temperaturen bevorzugen, so dass wir uns entschieden haben noch eine Woche zu warten. Endivien, Zuckerhut und Radicchio sind gepflanzt, der Herbst-Mangold Jessica, der elfte und damit vorletzte Salatsatz, sowie Pak Choi auch.

Folientunnel
Die Stangenbohnen haben wir rausgerissen und als Mulch umgelegt. Der Boden soll das zurück kriegen, was er zustande gebracht hat. Wir haben eine Gurke verloren. Die Krankheit an der sie verschied ist noch nicht endgültig festgestellt.

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Blattgemüse
Salate (Kermit, Tarengo, Saladin)
Rucola (Salatrauke)
Spitzkohl (Eersteling)
Blumenkohl
Brokkoli
Mangold
Gemüseampfer

Wurzeln und Knollen
Früh-Kartoffel (Glorietta)
Karotte (Milan)
Kohlrabi (Norika, Rasko, Blaro)
Fenchel (Fino)

Frucht
Tomate (verschiedene Sorten)
Zucchini (Serafina u.a.)
Schlangengurke (Arola)
Landgurke (Vorgebirgstraube)
Aubergine (Zora)

Gartenkräuter
Petersilie
Basilikum (großblättriges)
Schnittlauch
Basilikum (Thai- & Zitrone-)

Bullenfleisch zu verkaufen
Frank Gräßle hält auf seinem Bio-Hof in der Nähe von Clenze behorntes
Angler Rotvieh der alten Zuchtrichtung – eine vom Aussterben bedrohte
Nutztierrasse
(http://www.g-e-h.de/rassebeschreibungen/34-rassekurzbeschreibungen-rinder/60-angler-rind).

Jetzt muss er aufgrund der enormen Trockenheit, die bei ihm zu Futtermangel führt, einen Bullen schlachten. Dieser ist zwei Jahre alt. Frank gibt das Fleisch in Paketen á 10 kg zu 12,00 EUR / kg ab. Es besteht aus Braten, Hackfleisch, Gulasch und Roulade. Er bräuchte eine gesicherte Abnahme von 200 kg Fleisch, das heißt, dass 20 Pakete gezeichnet werden müssen. Sagt mir bis Freitag dieser Woche Bescheid (am besten per e-mail, aber Zettel im Abholraum, direktes Gespräch oder Telefonat gehen auch), wenn ihr ein oder mehrere Fleischpakete haben wollt, dann geb ich das Ergebnis an Frank weiter. Falls ihr mehr Fleisch haben wollt, als es gibt, gilt das Prinzip, wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Schlachttermin ist der 9. August, danach hängt das Fleisch noch eine Woche, so dass es in KW 33 verteilt wird. Zahlungsmodalitäten und wie wir die Verteilung organisieren, klären wir, wenn genug Fleischpakete abgenommen werden.

Julian für das Garten-Team (30.07. 2018)